Als Transvestitischer Fetischismus oder Fetischistischer Transvestitismus wird eine Form des sexuellen Fetischismus bezeichnet, bei dem selbstgetragene Bekleidung eines anderen Geschlechts das Objekt der Erregung ist.
Der Transvestitische Fetischismus ist zu unterscheiden vom Transvestitismus, welcher Ausdruck der Geschlechtsidentität ist. In aller Regel findet sich der Transvestitische Fetischismus bei heterosexuellen männlichen Personen. Einzelne als Fetisch übliche weibliche Kleidungsstücke wie Nylonstrümpfe oder High Heels spielen eine bedeutende Rolle bei dem von ihnen ausgeübten Cross-Dressing der betreffenden Männer.
Im ICD-10 wird er als Paraphilie unter dem Code F65.1 geführt. Die Diagnosen sind umstritten, da die meisten Betroffenen die Diagnose gestellt werden kann, ein ganz normales Leben führen. Die meisten Transvestiten sind verheiratet, gehen einer Arbeit nach und verkleiden sich nur privat. Aus diesem Grund wird ausschließlich dann eine psychische Störung diagnostiziert, wenn die Betroffenen darunter leiden (Davison & Neale, 2002). Oftmals leben selbst verheiratete Männer ihre transvestitisch-fetischistischen Neigungen nur im Verborgenen aus.
Allerdings werden die Termini Transvestitischer Fetischismus bzw. fetischistischer Transvestitismus (und gelegentlich auch unpräzise - da Crossdressing nicht per se mit sexueller Erregung einhergeht - nur Transvestitismus) auch als Bezeichnung für jegliche sexuelle Handlung oder Erregung gebraucht, bei der Kleidung eines anderen Geschlechts beteiligt ist. In diesem Falle muss man zwischen sehr unterschiedlichen Motivationen für dieses Verhalten unterscheiden, wobei sich in jedem Einzelfall die Motivationen überschneiden können:
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